„Mich beschäftigt die Frage, ob es denn auch gefühltes Fühlen gibt. Und dann natürlich, wenn es gefühltes Fühlen tatsächlich gibt, ob sich das beliebig weiter fortführen läßt; also, man fühlt zwar nicht, aber es fühlt sich so an, als fühlte man. Wenn das geht, muß man so wirklich, richtig und in echt fühlen, daß man fühlt, oder genügt es, wenn man das – sozusagen in zweiter Ableitung – auch nur fühlt? Ich nehme aber an, daß diese Frage wirklich nur mich beschäftigt, deshalb werde ich in diesem Programm eher andere Sachen besprechen.“
Das Wiener Orpheum ist in den Bereichen Kabarett und Konzerte als fixer Bestandteil der Kulturszene der Donaustadt nicht mehr wegzudenken. Prunkstück der technisch sehr gut ausgestatteten Bühne ist ein wunderschöner, jugendstilanmutiger Saal. Ursprünglich als Kino gebaut, bietet der Saal des Orpheum Wien bestuhlt ca. 300 und unbestuhlt ca. 600 Personen Platz. Die Sicht auf die Bühne ist durch die stufenförmige Anordnung von überall im Saal hervorragend.
An ca. 200 Spieltagen pro Jahr wird ein interessantes Programm mit Kabarett, Musik, Lesungen und vielem mehr geboten. Kabarettisten wie z. Bsp. Andrea Händler, Lukas Resetarits, Roland Düringer, Mike Supancic, Andreas Vitasek oder Alfred Dorfer, Musiker wie z. Bsp. Hans Thessink oder Roland Neuwirth und internationale Stars wie z.Bsp. Helge Schneider, Hans Söllner, Leo Bassi oder Paolo Nani sind häufige Gäste des Hauses.
Der Kabarettist Günther Paal, alias Gunkl, spricht über philosophische Problemzonen von denen jeder weiß, dass es sie gibt, aber sie niemand wahrhaben will. Die meisten Betroffenen üben sich in beharrlicher Ignoranz und wenn sie das lange genug tu…
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