50 SHADES OF SCHMÄH
Alex Kristan ist 50 geworden, oder wie der Optimist in ihm sagt: „Das erste Lebensdrittel ist vorbei.“ Und weil der Tatendurst trotzdem immer noch größer ist als der nächtliche Harndrang, nimmt er diesen „Runden“ zum Anlass, um sich mit einem neuen Soloprogramm zu beschenken. Denn wenn man sich von heute auf morgen plötzlich in der Zielgruppe 50+ als sogenannter Best Ager wiederfindet, hilft nur Schmäh gegen das Blei in den Beinen und das Silber in den Haaren.
Angeblich soll ja 50 das neue 30 sein. Oder gilt das nur fürs Ortsgebiet? Auch wenn 22 Uhr das neue Mitternacht wird, muss die neue Hautpflege noch lange nicht Voltaren statt Nivea heißen. Es zahlt sich immer noch aus Haltbarmilch zu kaufen. Diätpläne schmieden, Haare färben, Zähne bleichen, das alles ist etwas für Pop-Up-Senioren, die Kraut-Funding als Entgiftungskur sehen. Sein Motto hingegen ist: „vernünftig ist wie tot, nur vorher“ und lässt die Rotzpipn wiederauferstehen.
Genau an dem Scheitelpunkt im Leben, der sich zwischen gepflegt aussehen und gepflegt werden abspielt, stellt man sich die Frage, ob früher wirklich alles besser war und wenn ja, warum nicht? Kurzsichtigkeit wird jetzt mit Weitblick kompensiert und solange die Torte noch teurer ist als die Kerzen drauf, ist man ohnehin nicht alt.
Alex Kristans Alter Egos begleiten ihn natürlich auch auf dieser Reise und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um die wirklich wesentlichen Fragen im Leben eines Mannes im angeblich besten Alter geht. Es ist ein Start-Up in einen neuen Lebensabschnitt, in dem Gicht oder Wahrheit gespielt wird.
Und die Wahrheit ist, er ist 42 netto, also exklusive Mehrwertsteuer. Älterwerden ist etwas sehr Schönes. Vor allem in Anbetracht der Alternative.
Die Fertigstellung des Wolkenturms im Jahr 2007 markierte den Beginn des Grafenegg Festival. Die preisgekrönte Open-Air Bühne, ein Mix aus Beton, Stahl und Glas, profiliert sich durch eine der besten Akustiken Europas und bietet 1700 Sitzplätze für Besucher:innen sowie weitere 400 Rasenplätze auf den angrenzenden Hügeln.
Der architektonische Komplex erhebt sich zu einem Monument in der weitläufigen Gartenlandschaft und schafft mit seinen Raumöffnungen eine spannende Verbindung zwischen Natur und Bauwerk. Je nachdem, aus welcher Richtung man sich nähert, ändern sich Form und Erscheinung und gehen nahtlos in die bestehende Landschaft über. Die Wege im Park sind so angelegt, dass sich beim Durchwandern ständig neue Perspektiven ergeben.
Alter Egos gibt es bei Alex Kristan viele zu parodieren. Und das auch noch in einer Qualität, die sogar die Originale selbst beeindruckt. Der Moderator, Autor und Kabarettist sieht eine Parodie als eine mit Stimme ausgemalte Karikatur, die in gewi…
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