Der Lehrbua - ein Pädagogisches Diabolicum

Was gibt es in der Schule von Heute zum Lachen? Was lernen wir Österreicher von PISA fürs Leben? Und wie viel Sexappeal braucht Schulmarketing, damit die Schulen groß und die Klassen klein werden? Diese und andere lachhafte Fragen beantwortet Markus Traxler sprach-, spiel- und stimmgewaltig in seinem Kabarettprogramm „Der Lehrbua – ein Pädagogisches Diabolicum“. Der talentierte Nachwuchskabarettist hält seine „Klasse“ mit einem Feuerwerk von Sprachakrobatik, Pointen, Body-Workouts und Musikeinlagen einen Abendlang unter Lachmuskel-Daueranspannug.
Spaßfaktor: 10+

„Der Lehrbua – ein Pädagogisches Diabolicum“ ist eine Mischung aus Erfahrungen aus dem Lehreralltag, kreativem Umgang mit den heutigen Schülern und geistreichem „Auf die Schaufel nehmen“ des jetzigen Schulsystems.

Im ersten Teil seines abendfüllenden Schultages, nachdem das vorhandene Saal-Schülermaterial gesichtet und die Klasse etikettenschwindlig gemacht worden ist, führt Markus Traxler seine Besucher in ein fiktives Klassenzimmer und zeigt anhand der wichtigsten Schulstunden „Täutch, Mattemattig, Inklisch und Schbordt“, wie originell, kompetent und mit vollem Einsatz ein Lehrer des Präsens seine Schüler dort abholen kann, wo sie gerade stehen oder sitzen. Dass die Lachmuskeln dabei heftig trainiert werden, sei garantiert. Dass der eine oder andere sich in mancher Situation wieder erkennt auch – spätestens dann, wenn Markus Traxler in Erinnerungen an seine Schulzeit schwelgt. Damals – als alles noch so ganz anders war.

Im zweiten Teil des Abends unterzieht Lehrer Traxler das österreichische Schulsystem und seine politisch Verantwortlichen einer Betrachtung der anderen Art. So nimmt er die Pisa-Studie aufs Korn und lässt Pisa-Sieger Finnland gegen Pisa-Verlierer Österreich in ungewöhnlichen Disziplinen antreten. Zur Freude aller Besucher kontert er dann mit der „LISA-Studie“ – der „Leben Im So-genannten Alltag-Studie“. Anhand dieser zeigt der Herr Lehrer in kurzen Filmausschnitten, wie herrlich erfrischend direkt, witzig und unverblümt es im Leben der Österreicher sein kann. Die Bandbreite reicht dabei vom Kicker-Interview mit ungeliebten Fragen bis hin zum Mann mit der Maske und dem Stroh im Zimmer (mehr sei dazu hier nicht verraten).

Damit nicht genug: Die Kinderinnen und Kinder im Publikum werden auch Zeugen eines unerwarteten, ehrlichen, berührenden Outings. Lehrer Traxler gesteht mit einer gefühlvoll dargebrachten Gesangseinlage seiner Ex-Ministerin Gehrer die Liebe. Und führt neben Nachhilfelehrer Gusi auch Claudia Schmied kabarettistisch ein, von der er Bahnbrechendes erwartet. Nachhause gehen die Besucher mit einer innigen Zugabe, einem neuen Repertoire an originellen Schimpfwörtern und der Gewissheit, dass es in der Schule nach wie vor vieles zum Lachen gibt.