Im Schach beschreibt der Begriff „Zugzwang“ jene unangenehme Situation, in der man einen Zug machen muss, obwohl jede mögliche Bewegung die eigene Lage nur verschlechtert. Genau dieses Gefühl hat Chrissi Buchmasser zum Leitmotiv ihres zweiten Soloprogramms gemacht, das nun erfolgreich Premiere feierte und durch Österreich tourt.
Wer Chrissi Buchmasser kennt (etwa als Gewinnerin des Grazer Kleinkunstvogels), weiß: Sie macht keine halben Sachen. In „Zugzwang“ widmet sie sich dem permanenten Optimierungswahn und der Überforderung einer Generation, der alle Türen offenstehen, die sich aber vor lauter Möglichkeiten nicht mehr rühren kann.
Buchmasser schafft dabei den Spagat, der gutes Kabarett ausmacht: Sie ist brüllend komisch, wenn sie den Alltag zerlegt, aber im Nachhall bleibt oft ein kluger, manchmal fast philosophischer Gedanke hängen. Ob es um die großen Krisen der Welt geht oder die kleine Krise vor dem Supermarktregal – ihre Beobachtungen sind treffsicher, temporeich und herrlich böse.
Mit diesem Programm beweist Chrissi Buchmasser endgültig, dass sie gekommen ist, um zu bleiben. Wer wissen will, wie man sich aus der geistigen Schockstarre befreit (oder zumindest lachend darin untergeht), sollte sich „Zugzwang“ nicht entgehen lassen.
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