BLÖZINGER: „Wie im Zoo“
Ein Marder beißt dem Wagen die Leitungen durch. Ein Mann greift zum Schweizer Taschenmesser. Und irgendwo im Wald wartet seit dreißig Jahren ein Baum namens Bertl.
Von da an wird es nur noch schräger.
„Wie im Zoo“ ist ein Abend über das seltsame Verhältnis zwischen Mensch und Tier, zwischen Beobachter und Beobachtetem, zwischen Technik und der Sehnsucht, einfach im Wald zu leben. Am Ende ist nicht mehr ganz klar, wer hier eigentlich wen beobachtet.
Es geht um eine selbstgebaute Marderfalle mit E-Auto-Antrieb, um einen Briefträger namens Hubert, der kurz gebrannt hat – aber zum Glück nur kurz und um die Erkenntnis, dass der Mensch vermutlich nicht die Krone der Schöpfung ist.
Dazwischen: rauchende Jungrehe, philosophische Höhlenbilder und die ehrliche Feststellung, dass das Publikum das gefährlichste Raubtier im Raum ist.
BlöZinger verbinden präzise Beobachtung mit absurder Konsequenz und einem feinen Gespür für den Moment, in dem das Alltägliche plötzlich ins Surreale kippt – ganz ohne Anlauf, ganz ohne Netz und mit nur zwei Stühlen.
Der Stadtsaal Wien, ein ehemaliger historischer Hotel-Ballsaal aus 1870, wurde am 3.1.2011 mit einem großen Festabend mit Alfred Dorfer, Josef Hader, Nadja Maleh, Thomas Maurer, Lukas Resetarits, Martina Schwarzmann, Stermann & Grissemann, Werner Schneyder, Thomas Stipsits, Mike Supancic, Helmuth Vavra, Weinzettl & Rudle uvm eröffnet. Kabarett bildet natürlich den Schwerpunkt im Stadtsaal-Programm. Aber auch andere Kultur-Sparten haben hier eine Bühne: freie Theaterszene, Literaten oder Musiker werden eingeladen.
Großes Kino, keine Leinwand – das gibt’s nur bei BlöZinger. Robert Blöchl und Roland Penzinger, zusammengenommen „BlöZinger“, sind die Erfinder und Großmeister des KopfKinoKabaretts. Ein Film. Live gespielt auf der Bühne. Mit einem Minimum an Requ…
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